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Gero Breloer im ProfiFoto-Interview

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Die Fachzeitschrift PROFIFOTO veröffentlicht in ihrer aktuellen Ausgabe (1-2/2010) ein Interview mit mir. In dem Interview berichte ich von meinen Dreharbeiten im Oktober in Barcelona. Dort setzte ich ein Vorserienmodell der Nikon D3S ein um für Nikon Deutschland einen Film für die Präsentation der neuen Profikamera Nikon D3S zu drehen. Der Film wird ab Anfang 2010 auch auf meiner Homepage im Portfolio Film zu sehen sein:

PROFIFOTO: Gero Breloer, bekannter Sport- und Newsfotograf, hat als einer der ersten Gelegenheit gehabt, mit der neuen Nikon D3S zu fotografieren und zu filmen. Mit ProfiFoto sprach er über seine Eindrücke, über seine Arbeit und über seinen Nikon-Videoclip. 

 

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PROFIFOTO: Wie wichtig ist Ihnen die Möglichkeit, mit Ihrer DSLR auch zu filmen?

Gero Breloer: Ausgelöst durch die Anfrage von NPS Deutschland bei der Händler-Präsentation der D3s in Barcelona einen Film mit der neuen Kamera zu machen ist das Thema für mich hochaktuell. Ich habe gewartet, bis Nikon die Movie-Funktion auch in der D3 anbietet, da ich nicht gerne mit verschiedenen Kameramodellen arbeite. Ich merke, dass ich durch die Möglichkeit Geschichten in bewegten Bildern zu erzählen oder Film und Still-Foto zu kombinieren neue kreative Wege gehen kann. Dank der D3s kann ich meinen Kunden auch bewegte Bilder anbieten und so mein Portfolio weiter ausbauen.

PROFIFOTO: Erzählen Sie mehr von Ihrem Filmprojekt für Nikon in Barcelona…

Gero Breloer: Da die Anfrage von Nikon sehr kurzfristig kam, musste ich innerhalb von drei Tagen eine kleine Filmproduktion und das Konzept für den Film auf die Beine stellen. Die Vorgabe war, mit der neuen Kamera innerhalb von 24 Stunden einen Film in Barcelona zu drehen und am nächsten Tag fertig geschnitten zu präsentieren. Inhaltlich und konzeptionell hatte ich alle Freiheiten. Ich wollte eine lustige Geschichte erzählen und dabei die neue D3s und das NPS-Team mit in die Handlung einbauen. Mir war es wichtig nicht nur einige schöne Fotos „abzufilmen“ und aneinander zu reihen, sondern einen echten Kurzfilm zu machen.

In dem Film wird ein Model am Strand von Barcelona fotografiert und klaut die D3S. Die Mitarbeiter vom NPS verfolgen das Model als Agenten durch die Stadt. So hatte ich die Möglichkeit, bei Verfolgungsszenen die Vorteile einer kleinen DSLR-Kamera beim Filmen zu zeigen, die wesentlich leichter zu handhaben ist als eine professionelle Filmkamera. Ich habe den gesamten Film mit Available Light gedreht, nur in einer Szene kam eine Taschenlampe zum Einsatz, um ein kleines Licht im Gesicht des Models zu haben. Das war dank der super ISO-Performance der D3S und aufgrund des empfindlichen Vollformatsensors möglich.

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PROFIFOTO: Wie erfolgte die Nachbearbeitung? Haben Sie das selber gemacht? Mit welcher Software?

Gero Breloer: Den Barcelonafilm habe ich mit Hilfe vom NPS mit Final Cut geschnitten. Auch in Zukunft werde ich mit Profis zusammenarbeiten, da ich das Editieren und Montieren/Schneiden von Filmen als kreativen Prozess sehe. Die Möglichkeiten mit digitaler Nachbearbeitung und Programmen wie Final Cut sind so reichhaltig, dass ich meine kreative Energie zunächst in die Projektplanung und das Filmen selbst stecken möchte.

PROFIFOTO: Welches Zusatz-Equipment setzten Sie beim Filmen ein?

Gero Breloer: Ein externer HDMI-Monitor zur Beurteilung der Schärfe oder zumindest eine Lupe, eine Einrichtung zum Schärfe-Ziehen (ein sogenannter Follow Focus, wie er auch beim Kinofilmdreh eingesetzt wird). Rigs und/oder Stative sind beinahe unabdingbar, um scharfe und wackelfreie Bilder zu produzieren. Der Zubehörmarkt entwickelt sich gerade sehr stark, und immer mehr Anbieter stellen sich auf die neuen, speziellen  Anforderungen  der DSLR-Filmemacher ein. Ich selbst habe in Barcelona das „Fig Rig“ von Bogen für Verfolgungen aus der Hand eingesetzt.

 Für Verfolgungsfahrten mit Autos habe ich Kameras mit Saugnäpfen und Magic Arms auf der Motorhaube oder an der Seite befestigt. Ich selbst saß währen der Fahrt im Kofferraum, und durch den Einsatz einer sogenannten Funkschärfe konnte ich Fokus und Zoom per Fernbedienung während der Fahrt einstellen und über einen externen HDMI-Monitor mit langem Kabel die Bilder kontrollieren. Im Kino ist ein Zoom aus der Mode gekommen, aber durch die neuen DSLR‘s rechne ich damit, dass in Zukunft wieder mehr gezoomt wird. Zoom oder andere Effekte, auch beim Schnitt, sollten allerdings nur mit Bedacht eingesetzt werden. Ich mag keine Effekthascherei und lasse lieber die Bilder für sich sprechen. Einige Verfolgungsszenen habe ich aus einem Rollstuhl gedreht, der von zwei Assistenten gezogen, beziehungsweise geschoben wurde. Ich habe einen Kamerakran eingesetzt, der allerdings leider bei der ersten Szene kaputt gegangen ist.

 PROFIFOTO: Was muss ein Fotograf beachten, wenn er Filme macht?

Gero Breloer: Wenn man nicht nur schöne bunte Bilder drehen will, dann ist das Konzept des Films mit einer guten Geschichte und sehr genauer Vorplanung entscheidend. Alle Einstellungen sollten vorher genau geplant und am besten in einem Storyboard schriftlich oder sogar mit Zeichnungen vorbereitet werden. Besonders die Übergänge zwischen den einzelnen Szenen müssen vorher gut überlegt werden. Ich finde es wichtig mit dem Film oder der Multimedia-Show wirklich eine Geschichte zu erzählen, denn dann geht man einen Schritt weiter als beim Fotografieren.

 PROFIFOTO: Als alter Canon Fotograf arbeiten Sie jetzt mit Nikon. Warum?

Gero Breloer: Vor allem wegen der scharfen Nikon Objektive. Vor allem auch die Zooms sind wirklich sehr gut. Mit der D3 kam Nikon außerdem zu einem Zeitpunkt auf den Markt, als Canon Probleme mit der Mark III hatte. Der NPS-Service bietet mir außerdem eine professionellere Betreuung als das bei Canon zuletzt der Fall war.

 PROFIFOTO: Welche Erfahrungen haben Si emit dem Nikon Professional Service?

Gero Breloer: Ich kam bereits auf vielen Großveranstaltungen mit dem NPS Reparaturservice und seinem reichhaltigen Leihpool in Kontak. Das ist für Profis sehr wichtig, gerade bei Fußball-WM’S, Olympischen Spielen oder Formel-1-Rennen. Der NPS Reparaturservice in Düsseldorf läuft schnell und professionell, Ansprechpartner sind immer erreichbar und beantworten Anfragen und Wünsche sehr zeitnah, das bestätigen mir auch viele andere Kollegen immer wieder.

PROFIFOTO: Mit welchen Nikon DSLRs arbeiten Sie aktuell? Welche Objektive und sonstiges Systemzubehör setzen Sie ein?

Gero Breloer: Neben einer Nikon D3X und zwei Nikon D3 arbeite ich mit diversen Nikkoren. Bei Sportevents erste Wahl sind für mich das AF-S VR 300 mm 1:2,8G IF-ED sowie mein AF-S VR 500 mm 1:4G ED. Super lichtstark ist mein AF-S VR 200 mm 1:2G IF-ED. Mein AF Fisheye 16 mm 1:2,8 D setze ich ein, wenn es eng wird, muss ich nah ran, kommt mein Nikon AF-S Micro 60 mm 1:2,8G ED zum Einsatz. Universell einsetzbar sind meine Zoomobjektive AF-S 14-24 mm 1:2,8G ED, AF-S 24-70 mm 1:2,8G ED und das AF-S VR 70-200 mm 1:2,8G IF-ED, die alle die gleiche, hohe und durchgängige Lichtstärke von 1:2,8 haben. Gute Dienste leisten mir außerdem die neiden Nikon Tele-Konverter TC-17E II und TC-14E II. Als Systemblitze leisten mir zwei SB-900 und SB-400 gute Dienste. Bei bestimmten Jobs setze ich aber eine Hensel Blitzanlage mit zwei Porty Generatoren, drei Lampenköpfen sowie diverse Lichtformer ein.

 PROFIFOTO: Was ist für Sie entscheidender, Auflösung oder Schnelligkeit einer Kamera?

Gero Breloer: Es ist eine Mischung aus beidem. Bei zu hoher Auflösung wird es allerdings auch immer schwieriger, die riesigen Datenmengen zu verwalten. Für die meisten Kunden im Printbereich ist die D3 schon mehr als ausreichend. Für spezielle Aufträge, und oft auch „am roten Teppich“ setze ich die D3X ein, um aus einem Ganzkörper zur Not auch noch ein Halbporträt in guter Qualität vergrößern zu können. Selbst mit ihren fünf Bildern pro Sekunde ist die D3X bei den meisten Anwendungen schnell genug.

 PROFIFOTO: Lässt Ihnen Ihre Arbeit für die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) noch Raum für andere Projekte?

Gero Breloer: Ja, auf jeden Fall, ich bin immer auf der Suche nach neuen Kunden und Themen. Außer für AP arbeite ich zum Beispiel für PR- und Werbe-Agenturen. Neben bereits geplanten Projekten und der Arbeit im tagesaktuellen News-Bereich möchte ich 2010 Imagefilme produzieren sowie Multimedia-Reportagen erstellen, bei denen ich Video und Still-Photography kombiniere.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 31. Dezember 2009 um 02:34 Uhr  
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0 #1 Frau Voigt 2010-01-05 00:30
Wie professionell Herr Breloer! Hab ich auch nicht anders erwartet
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